Projekte

Der Fischer-Verein Thalwil investierte in den letzten Jahren mehrer hundertausend Franken in verschiedene Artenschutz- und Ausbildungsprojekte. All das konnte nur dank grosszügiger Unterstützung durch Firmen, Stiftungen, Vereine, Gemeinden, Bund und Kanton sowie vieler privater Spenden realisiert werden (siehe Sponsorenliste).

Spenden helfen uns, die Projekte zu sichern und weiterführen zu können. Herzlichen Dank.

Ausgeführte Projekte:

  • 2007 Indoor-Fischzuchtanlage für die Elritzen und Steinkrebszucht, Striempel in Langnau
  • 2008 Damm/Elritzen-Aufzuchtsgewässer an der Sihl, Langnau
  • 2009 Steinkrebszucht/Weiheranlage für Elterntiere, Rinderweid Langnau
  • 2009 Ausbildungsstützpunkt Krebshütte mit Weiher, Schellerweid Langnau
  • 2012 Ausbildungsstützpunkt Weiherhütte am Waldweiher, Gattikon/Thalwil
  • 2017 Totholzstrukturen im Sihlrevier 404 (Fotodokumentation)

Falls auch Sie helfen und uns unterstützen möchten:

Fischer-Verein Thalwil
Jugendgruppenkonto FVT
PC 87-53336-7
Vermerk: z. B. Elritzen,  Steinkrebse, Jungfischerausbildung.

Herzlichen Dank!

Ausbildungsstützpunkt:

Besatzplan Krebse und Elritzen:

Elritzenzuchtanlage:

Aufzucht:

Gewässerökologie:

Elritzendamm:

Muscheln:

Krebse:

Ein Geschichte über ElritzenErstbesaatz - Wenn kleine Fische baden gehen!

Zwei bis drei Monate alte Elritzen entliessen Ernst Hangartner Verantwortlicher der Fischzucht, Rolf Schatz vom Fischerverein Thalwil und eine Langnauer Schulklasse in die Freiheit. Im Frühling zeigt sich, ob dieser Besatz erfolgreich war. Lies dazu den Bericht im Sihlthaler vom Samstag, 22. September 2007.

 

Am 23./24. Juni 2007 war Tag der offenen Tür in der Elritzenzucht.

Was die Verantwortlichen hier mit der Elritzenzucht und allgemein im Sinne der Artenvielfalt geschaffen hätten, sei toll, lobte Regierungsrat Markus Kägi in seiner Rede vergangenen Samstag im Langnauer Schwerzi-Saal und strich hervor, was ihn am meisten freue, sei, dass die Verantwortlichen die Jugend in dieses Projekt miteinbezogen hätten. Markus Kägi war wie Ständerat Hans Hofmann und seine Frau Traudl sowie andere Prominenz Gast am Tag der offenen Tür in der neu erstellten Elritzenzucht im alten Wasserreservoir.

Lies dazu den Bericht im Sihltaler vom 26. Juni 2007.

 

Weniger kleine Fische im Wasser

Im Sihltaler von Dienstag, 08. Mai 2007 stand zu lesen:

Der Fischbestand in den Gewässern der Region ist stabil - doch die Bestände der Elritzen, einer Kleinfischart, und der Bachforelle haben abgenommen.Die Bestände der grösseren Fischarten in den Bezirksgewässern sind stabil, doch die der kleinen Fische wie der Elritzen sind rückläufig. Diese will Rolf Schatz jetzt züchten und dann aussetzen.

«Die Elritze, die zu den Kleinfischen zählt, ist aus den hiesigen Gewässern fast verschwunden», erklärt Rolf Schatz, Leiter Jugendgruppe des Fischervereins Thalwil. Um diese Fische wieder anzusiedeln, züchtet der Verein gemeinsam mit dem Vogelschutzverein Singdrossel Elritzen, die er Anfang September in den Seen und Weihern des Bezirks aussetzen will. Die kantonale Fischerei- und Jagdverwaltung hat das Projekt abgesegnet.
«Wir begrüssen das Engagement des Fischervereins für die Elritze», betont Andreas Hertig von der Fischerei- und Jagdverwaltung. Diese überwacht die Fischbestände im Bezirk und setzt periodisch Jungtiere bestimmter grösserer Fischarten aus; je nach Gewässer sind das Hechte oder Bachforellen. Kleinfische wie die Elritze dagegen züchtet die Behörde nicht, allerdings siedeln die Verantwortlichen teilweise Kleinfische in andere Gewässer um, um Bestände wieder anzusiedeln oder zu stützen.

«Abgesehen von der Elritze sind die Fischbestände in den stehenden Gewässern des Bezirks allgemein stabil», sagt Hertig, «in den Fliessgewässern, besonders in der Sihl, stellten wir in den vergangenen 20 Jahren fest, dass die Weissfische, also die karpfenartigen Fische, zugenommen, der Bestand der Bachforellen dagegen kontinuierlich abgenommen hat - doch das ist ein schweizweites Phänomen.» Die Gründe für diesen Rückgang liegen laut Hertig im Dunkeln. Mikroverunreinigungen aus Industrie, Haushalt oder Landwirtschaft könnten die Wasserqualität beeinträchtigen, da auch Kläranlagen viele dieser Stoffe nicht abbauen können. «Weiter sind die Temperaturerhöhung und bekannte und noch unbekannte Krankheiten eine mögliche Ursache für den Schwund», erklärt Hertig weiter.
Die Klimaveränderung bewirkt im Winter vermehrt Hochwasser in der Sihl. Dieses zerstört den Laich, den die Forellen im Herbst im Kies abgelegt haben. «Um den Forellenbestand zu stützen, ziehen wir selbst Forellen auf, das heisst, wir fangen im Herbst die Muttertiere, streifen die Eier ab und setzen später die Jungtiere wieder in der Sihl aus», erläutert Hertig.
Wichtig sei dabei, dass die verschiedenen Populationen aus den verschiedenen Regionen nicht vermischt werden: «Wir setzen also keine Bachforellen aus der Töss in die Sihl, denn die Populationen haben sich an die Gegebenheiten ihrer Region angepasst, da dürfen wir nicht eingreifen.»